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Presse

Herzlich willkommen im Pressebereich von Rigpa e.V.

Mit diesem Service möchten wir Journalisten*innen Informationen zur aktuellen Situation des Rigpa e.V. zur Verfügung stellen.

Rigpa-Erklärung, 20. Juni 2018

Der Rigpa-Verhaltenskodex und die Gemeinsamen Werte und Richtlinien wurden im Juni 2018 von allen Vorständen der Rigpa-Organisationen verabschiedet.

Rigpa engagiert sich dafür, eine Kultur zu schaffen, in der sich jede Person selbstbewusst befugt fühlt, furchtlos Feedback zu geben, ihre Bedenken auszudrücken und unethisches Verhalten zu melden.

Umfassende Ratschläge zu ethischem Verhalten sind bereits in den Lehren Buddhas zu finden. Im Verhaltenskodex fassen wir einige wesentliche Punkte zusammen und geben praktische Hinweise, um zu klären, was von allen erwartet wird, die an Rigpa-Veranstaltungen und -Aktivitäten teilhaben. Tatsächlich sind alle, die an Rigpa teilhaben, dafür verantwortlich, sich in Übereinstimmung mit den Gesetzen des jeweiligen Landes und den Werten, die in diesem Rigpa-Verhaltenskodex beschrieben sind, zu verhalten.

Über mehrere Monate hinweg hat die internationale Rigpa-Gemeinschaft an einer Reihe von eigenen Workshops und Diskussionen teilgenommen und hatte Gelegenheit, Feedback zu diesen Themen zu geben. All diese Rückmeldungen wurden zu einer umfassenden Übersicht von Gemeinsamen Werten und Richtlinien der Rigpa-Gemeinschaft zusammengefasst, die in der Weisheit und dem Mitgefühl des buddhistischen Pfades wurzeln und die den Verhaltenskodex für Rigpa-Mitglieder und für alle, die in den mit Rigpa verbundenen Aktivitäten eine Rolle bzw. Funktion haben, ergänzen.

Durch die Formulierung bestimmter Werte und Verhaltensstandards hoffen wir,

  • dass der Verhaltenskodex mit seinen Werten und Standards allen nicht nur als Grundlage dient, sich in dieser Hinsicht zu bilden und zu üben, sondern
  • dass der Verhaltenskodex mit seinen Werten und Standards auch dazu anregt, über das eigene Verhalten im Lichte der heutigen säkularen und buddhistischen Ethik nachzudenken,
  • und dass er eine klare Grundlage für die Meldung von Verhaltensverstößen und die Beseitigung von Missständen bietet.

Zusätzlich zum Verhaltenskodex wurde ein einfach durchzuführendes Beschwerdeverfahren entwickelt, das Möglichkeiten zur Konfliktlösung, zur Entgegennahme von formellen Beschwerden und zur Unterbreitung von Vorschlägen an Vorstände und nationale Teams bei Fehlverhalten enthält. Das Verfahren wird bekanntgegeben, sobald wir die Ergebnisse des Untersuchungsberichts erhalten haben, da der Bericht möglicherweise weitere Empfehlungen dazu gibt.

>> Rigpa-Verhaltenskodex

>> Gemeinsame Werte und Richtlinien der Rigpa-Gemeinschaft

 

Rigpa Erklärung, Januar 2018 

Spirituelle Leitung
Nach Sogyal Rinpoches Rückzug als Rigpas spiritueller Direktor im August 2017 ist nun ein „Vision Board” benannt worden, das Rigpa in die Zukunft führen wird.
Das Vision Board setzt sich aus sieben von Sogyal Rinpoches langjährigen Schülerinnen und Schülern zusammen, die alle ein tiefes Verständnis von Rigpas Vision haben. Ihre Aufgabe wird darin bestehen, Rigpas Studien- und Praxiskultur fortzuführen, sich um die Sangha zu kümmern, Lehrer zu fördern und die Verbindung mit anderen buddhistischen Lehrern und Organisationen zu stärken – alles in dem Geist der Offenheit und Unvoreingenommenheit, um den sich Rigpa in den vergangenen vierzig Jahren bemüht hat.Das Vision Board besteht – in alphabetischer Reihenfolge – aus: Valerie Baker, Mauro de March, Seth Dye, Patrick Gaffney, Verena Pfeiffer, Philip Philippou und Vinciane Rycroft. Auf rigpa.org findet man weitere Informationen zu den Mitgliedern des Vision Board.

Um die Authentizität von Rigpas Arbeit zu bewahren, wird das Vision Board von einer Reihe tibetisch-buddhistischer Lamas beraten, unter anderem von Dzongsar Khyentse Rinpoche und Mindrolling Jetsün Khandro Rinpoche (beide spielen eine entscheidende Rolle in der Umsetzung des tibetischen Buddhismus in der modernen Welt) – sowie Khenchen Namdrol (ein großer Gelehrter und Linienhalter der Ngagyur Nyingma-Tradition). In Zukunft werden die Ratschläge weiterer tibetisch-buddhistische Lehrer eingeholt werden. Auf rigpa.org findet man weitere Informationen zu den Lamas, die Rigpas Vision Board beraten.

Das Vision Board wird seine Arbeit ab März 2018 aufnehmen.

Auch wenn Sogyal Rinpoche nicht mehr Rigpas spiritueller Direktor ist, trägt er weiterhin Verantwortung als Lehrer seiner Schülerinnen und Schüler. In der tibetisch-buddhistischen Tradition besteht das heilige Band zwischen Schüler und Lehrer bis zur Erleuchtung. Da sich Sogyal Rinpoche derzeit im Retreat und seit seiner Darmkrebsdiagnose in medizinischer Behandlung befindet, wird er seinen Schülerinnen und Schülern voraussichtlich nur hin und wieder im Voraus aufgenommene Belehrungen geben können.

Rigpa-Untersuchung

In August 2017 hat Rigpa angekündigt, eine unabhängige Untersuchung der im Juli gegen Sogyal Rinpoche vorgebrachten Anschuldigungen durch einen neutralen Dritten in Auftrag zu geben.

Rigpas von Herzen kommendes Anliegen ist das Wohlergehen der gesamten Rigpa-Gemeinschaft, einschließlich der Verfasser des Briefes mit den Anschuldigungen, und dafür Sorge zu tragen, dass all die positiven Qualitäten in der Rigpa-Gemeinschaft weiterhin unvermindert Bestand haben.

Die englische Anwaltskanzlei Lewis Silkin ist mit der Durchführung dieser Untersuchung beauftragt. Die Kanzlei genießt europaweit hohes Ansehen für ihre Expertise bei der Bearbeitung von Beschwerden über unangemessenes Verhalten („harassment complaints“). Lewis Silkin wird als neutrale externe Untersuchungsstelle Gespräche zur Feststellung der Tatsachen führen, in erster Linie mit den acht Verfassern des Beschwerdebriefes.

Die Rigpa-Vorstände sehen es als ihre Pflicht an, die Anschuldigungen gegen Sogyal Rinpoche im Brief vom 14. Juli in Übereinstimmung mit den Gesetzen ihrer jeweiligen Länder zu untersuchen. Obgleich es bisher keine Strafanzeigen gibt, ist es sehr wichtig, dass Rigpa einen neutralen Dritten beauftragt, der sich die Beschreibung der im Brief erwähnten Geschehnisse objektiv anhört.

Zusätzlich hat der Vorstand von Rigpa USA An Olive Branch engagiert, eine Zen-basierte Versöhnungsorganisation, die den Heilungs- und Versöhnungsprozess in der amerikanischen Sangha und in den Rigpa-Sanghas weltweit unterstützen wird. Wir halten dies für einen entscheidenden Schritt in diesem Prozess, den wir als Gemeinschaft gemeinsam durchlaufen müssen.

Verhaltenskodex und Beschwerdeverfahren

Rigpa hat zudem in seiner internationalen Gemeinschaft einen Beratungsprozess angestoßen, der die Etablierung eines Verhaltenskodex und eines Beschwerdeverfahrens in Rigpa zur Folge haben wird. Die Rigpa-Gemeinschaft wird im Januar Gelegenheit haben, die ersten Entwürfe durchzusehen und darüber nachzudenken.

Während dieser Phase der Veränderungen wird sich Rigpa weiterhin auf seine Vision konzentrieren: die buddhistischen Lehren zu Meditation, Mitgefühl und Weisheit der modernen Welt zugänglich zu machen. Die Rigpa-Zentren weltweit setzen ihr Kursangebot, ihre Programme und Retreats unter der Leitung von Rigpa-Lehrern und Kursleitern sowie Gast-Lehrern und Lamas fort. Weitere Einzelheiten dazu findet man auf rigpa.org.

 

 

Rigpa Deutschland, September 2017

Was ist seit unserer letzten Mitteilung passiert?

In den Monaten seit Erscheinen des Briefes der acht Schüler*innen mit den Anschuldigungen gegen Sogyal Rinpoche hat Rigpa Deutschland folgendes unternommen:

Wir haben uns bisher vor allem auf den Austausch innerhalb der Sangha, unserer Gemeinschaft, konzentriert und einen offenen Dialog begonnen, um uns über die Anschuldigungen, die einige Schüler*innen an Sogyal Rinpoche ausgesprochen haben, auszutauschen: Wie geht es uns damit? Was sind unsere jeweiligen Erfahrungen/Beobachtungen?

– Wir haben Ansprechpartner*innen benannt, an die sich Mitglieder unserer Gemeinschaft wenden können, sofern sie ein eins-zu-eins Gespräch wünschen.

– In fast allen Städten, in denen es eine Rigpa-Gruppe gibt, haben Treffen stattgefunden – sogenannte open space Sitzungen – bei denen sich die Anwesenden offen miteinander austauschen können.

Diese Begegnungen werden von vielen als sehr hilfreich empfunden und bringen uns als Gemeinschaft sehr zueinander. Viele bringen zum Ausdruck, dass sie sich auch heute noch von den Lehren / Begegnungen mit Sogyal Rinpoche berührt fühlen und seine Gegenwart vermissen. Einige nehmen die Anschuldigungen zum Anlass, ihre Mitgliedschaft zu kündigen (gegenwärtig 7%).

Über die email Adresse kommunikation@rigpa.de können Sie uns erreichen und Fragen zum Prozess stellen. Bei Bedarf stehen wir gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung. Bitte scheuen Sie sich nicht, uns anzusprechen. Auch können Sie unsere Ansprechpartner*innen in den lokalen Zentren kontaktieren.

Wir haben uns entschieden, auch ermutigt durch den Ratschlag uns bekannter und vertrauter Meditationsmeister*innen, dass wir mit unserem Programm weiter machen – mit unserem Sangha-Programm und auch mit unserem öffentlichen Programm. Wir möchten weiterhin Menschen mit den Themen Meditation und Mitgefühlin ihrem Alltag unterstützen. Unsere Angebote finden wie gewohnt in unseren 18 Zentren statt. Details hierzu finden Sie auf dieser Webseite. Insbesondere findet auch unser jährliches Herbst-Retreat in Winterberg vom 28.10. bis 5.11.2017 statt. Das zentrale Thema wird Mitgefühl sein.

Unsere Kursleiter*innen werden in den öffentlichen Veranstaltungen den Raum für Fragen zu dem Thema zu öffnen.

Sogyal Rinpoche zieht sich als spiritueller Direktor zurück. Was ändert sich für den Rigpa e.V.?

Wir müssen unsere Satzung ändern. Dazu nehmen wir bereits professionellen Rat in Anspruch.  Alle Koordinator*innen und Kursleiter*innen der lokalen Ebene sind zu einem Treffen hierzu Ende September eingeladen.

Einrichten eines Verhaltenskodex und Beschwerdeverfahren: Was ist der gegenwärtige Stand?

Der Prozess hat auf internationaler Ebene begonnen. In den kommenden Monaten werden wir unsere Gemeinschaft einbinden. Wir hoffen Ende des Jahres, bzw. Anfang nächsten Jahres diesen Prozess abgeschlossen zu haben.

Wenn wir uns auf die Verhaltensregeln, die in Einklang mit der buddhistischen Lehre stehen müssen, geeinigt haben, werden wir auf nationaler Ebene ein Beschwerdeverfahren einführen. Ein Beschwerdeverfahren ist aus unserer Sicht nur sinnvoll, wenn es sich auf grundlegende, klar formulierte Werte bezieht.

Sollten Sie sich durch unsere Organisation oder ein Mitglied unserer Organisation verletzt fühlen, wenden Sie sich bitte an kommunikation@rigpa.de. Wir werden uns aller Beschwerden aufrichtig annehmen.

Bei allem was wir tun, ist es unser aufrichtiger Wunsch, die buddhistischen Prinzipien von Achtsamkeit und Gewahrsein, von Liebender Güte und Mitgefühl anzuwenden und allem mit einem offenen urteilsfreien Geist zu begegnen. Wir nutzen diese herausfordernde Situation, das Dharma zu leben.

 

Pressemitteilung vom 10. August 2017

Rigpa ist ein internationales Netzwerk buddhistischer Zentren, deren Ziel es ist, die buddhistischen Lehren über Meditation, Mitgefühl und Weisheit in der modernen Welt zur Verfügung zu stellen. Die Kurse und Programme, die von Rigpa angeboten werden, haben vielen Tausenden von Menschen überall auf der Welt geholfen, ihr Leid zu lindern und Sinn in ihrem Leben zu finden.

Vor Kurzem wurden eine Reihe von Anschuldigungen gegen Sogyal Rinpoche, den spirituellen Leiter von Rigpa, vorgebracht, die in den Medien und im Internet umfassend verbreitet wurden. Die Vorstände und Management-Teams von Rigpa überall auf der Welt nehmen diese Angelegenheit sehr ernst und sind entschlossen, die Situation verantwortungsvoll und auf eine Weise anzugehen/zu klären, die vollständig im Einklang mit den buddhistischen Werten steht.

Nach internen Beratungen hat Sogyal Rinpoche entschieden, mit sofortiger Wirkung als spiritueller Leiter aller Organisationen, die in verschiedenen Ländern weltweit den Namen Rigpa tragen, zurückzutreten.

Die Vorstände und Management-Teams von Rigpa werden, nachdem sie professionelle und spirituelle Beratung in Anspruch genommen haben, sicherstellen, dass folgende Schritte eingeleitet werden:

1. Eine unabhängige Ermittlung durch einen neutralen Dritten bezüglich der verschiedenen Anschuldigungen, die vorgebracht wurden.

2. Ingangsetzung eines internationalen Beratungsprozesses, um für Rigpa einen Verhaltenskodex aufzustellen und ein Beschwerdeverfahren einzurichten.

3. Einrichtung eines neuen spirituellen Beratungsgremiums, das die Rigpa-Organisation leitet.

Diese Schritte werden von den Direktoren und Management-Teams von Rigpa auf der ganzen Welt eingeleitet, im Geiste echter Zusammenarbeit. Es wurden auch bereits Anlaufstellen eingerichtet, damit jedes Mitglied unserer Gemeinschaft die Möglichkeit hat, seine Wünsche, Sichtweisen und Anliegen zum Ausdruck zu bringen.

 

Pressemitteilung vom 21. Juli 2017

Rigpa ist ein internationales Netzwerk buddhistischer Zentren, deren Ziel es ist, die buddhistischen Lehren über Meditation, Mitgefühl und Weisheit in der modernen Welt zur Verfügung zu stellen. Die Kurse und Programme, die von Rigpa angeboten werden, haben vielen Tausenden von Menschen überall auf der Welt geholfen, ihr Leid zu lindern und Sinn in ihrem Leben zu finden.

Es hat uns zutiefst erschüttert und betroffen gemacht, als wir von dem Brief erfahren haben, der von einer kleinen Schülergruppe an unseren spirituellen Leiter, Sogyal Rinpoche, gesandt wurde. Wir möchten klar und deutlich feststellen, dass Missbrauch in unserer Gemeinschaft keinen Platz hat und dass wir uns unserer Verantwortung bewusst sind, unseren Mitgliedern und der Öffentlichkeit eine sichere, einladende und unterstützende Umgebung zu bieten.

Wir respektieren Sogyal Rinpoches Entscheidung, in eine Phase des Retreats und der Reflexion einzutreten. In dieser Zeit werden sich Sogyal Rinpoche und Rigpa professionelle und spirituelle Beratung einholen und prüfen, welche weiteren Schritte eventuell notwendig sind. Wir haben bereits eine offene Diskussion über den Brief und die darin angesprochenen Punkte in unserer Gemeinschaft begonnen.

 

Ihre Ansprechpartnerin

Gabriele Maass

Funktion
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E-Mail-Adresse
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