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Rigpa

Rigpa ist eine internationale Gemeinschaft von Schüler*innen, die Buddhas Lehren authentisch und gleichzeitig relevant für die Menschen in der modernen Welt zugänglich machen.

Mit unseren Kursen und Programmen möchten wir den Menschen helfen, die Herausforderungen des Alltags besser meistern zu können. Alljährlich kommen Tausende von Teilnehmer*innen mit den grundlegenden Meditationstechniken und Mitgefühlsmethoden in Kontakt, die auf die Lehre des Buddha zurückgehen und leicht anzuwenden sind.

Darüber hinaus bietet Rigpa ein authentisches Studien- und Praxisprogramm der tibetisch-buddhistischen Tradition an. Rigpas Angebot umfasst alle Aspekte des traditionellen buddhistischen Pfades, einschließlich einer gut etablierten traditionellen Hochschule für buddhistische Studien (Shedra) sowie Praxis-Retreats (Drubdra).

Alte Weisheit für eine moderne Welt

Die in Rigpa vorgestellten Meditationstechniken und Mitgefühlsübungen führen zu einer inneren Ruhe und haben eine Vielzahl weiterer positiver Auswirkungen: unter anderem bei der Bewältigung von Stress oder im Umgang mit Depressionen und anderen psychischen Problemen. Sie können uns zudem helfen, im Umgang mit uns selbst, unserer Familie und anderen Menschen in unserem Umfeld gütiger und warmherziger zu werden.

Gemeinnütziges, internationales buddhistisches Netzwerk

Rigpa ist ein internationales buddhistisches Netzwerk mit über 130 Zentren in 41 Ländern und steht unter der Schirmherrschaft Seiner Heiligkeit des Dalai Lama. Gegründet wurde Rigpa 1979 von Sogyal Rinpoche, einem weltweit bekannten buddhistischen Lehrer aus Tibet und Autor des Tibetischen Buchs vom Leben und vom Sterben.

Allen nationalen Rigpa-Organisationen wurde der Status eines gemeinnützigen Vereins bzw. einer gemeinnützigen Stiftung zuerkannt.

Was heißt Rigpa?

Rigpa ist ein tibetisches Wort, das im Allgemeinen ‚Intelligenz‘ oder ‚Gewahrsein‘ bedeutet. Im Dzogchen jedoch, den höchsten Lehren der buddhistischen Tradition Tibets, hat Rigpa eine tiefer gehende Bedeutung: ‚die innerste Natur des Geistes‘. Die gesamten Lehren des Buddha dienen dem Ziel, diese unsere letztliche Natur, den Zustand der Allwissenheit oder der Erleuchtung, zu erkennen und zu verwirklichen – eine Wahrheit, die so grundlegend und universell ist, dass sie über alle Begrenzungen und sogar über Religion selbst hinausgeht.
Sogyal Rinpoche

Diese Bedeutung inspirierte Sogyal Rinpoche dazu, der tragenden Struktur, die er zur Förderung der Lehren des Buddha im Westen entwickelt hat, den Namen Rigpa zu geben.

Rigpa in Deutschland

In Deutschland ist Rigpa seit 30 Jahren ein eingetragener, gemeinnütziger Verein. Rigpa ist offen für alle Schulen des Buddhismus und schafft eine Umgebung, in der diese Lehren erforscht und erfahren werden können. Mit unserem Angebot in 19 Städten wenden wir uns sowohl an Einsteiger und Interessierte als auch an Studierende und Praktizierende des tibetischen Buddhismus:

 

  • Offene Abende zum Kennenlernen und Vertiefen verschiedener Meditationen sowie Kurse und Seminare zu Meditation, Mitgefühl und Heilung, Tod und Sterben und zu Buddhistischer Philosophie
  • Veranstaltungen mit buddhistischen Lehrer*innen
  • Studien- und Praxisveranstaltungen der Rigpa-Gemeinschaft (Sangha) sowie einen vollständigen Studien- und Praxispfad, der jeder Stufe von Buddhas Lehren folgt
  • Kulturveranstaltungen
  • Gebetswünsche-Service

Wie ist Rigpa e.V. organisiert?

Rigpa e.V. ist seit 1987 ein eingetragener, gemeinnütziger Verein und ist in 19 deutschen Städten aktiv. Der Verein hat zurzeit rund 1200 Mitglieder. Die Aktivitäten (Kursleitung, Mithilfe bei Veranstaltungen, Zentrumskoordination in den Städten u.v.m.) wird bundesweit hauptsächlich ehrenamtlich umgesetzt. Nur wenige Festangestellte arbeiten in der Geschäftsstelle des Rigpa e.V. und im Dharma Mati – Rigpa-Zentrum Berlin.

Wie finanziert sich der Rigpa e.V.?

Der Rigpa e.V. ist gemeinnützig und nicht gewinnorientiert. Der Verein finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und zu einem kleinen Teil aus dem Erlös von Veranstaltungen. Unsere Aktivitäten basieren auf dem Prinzip der ehrenamtlichen Mitarbeit. Wenige Festangestellte halten den Überblick über die Vereinsaktivitäten.

Wie kam Rigpa nach Deutschland?

Nachdem Sogyal Rinpoche 1985 erstmals Deutschland besucht hatte, formierten sich in mehreren Städten kleine Gruppen zum gemeinsamen Studieren und Praktizieren. 1987 wurde der Rigpa e.V. unter der spirituellen Leitung von Sogyal Rinpoche gegründet. Nach der Veröffentlichung seines Tibetischen Buchs vom Leben und vom Sterben im Jahr 1992 wuchs das Interesse enorm, und die bis dato kleinen Gruppen nahmen in kurzer Zeit viele Neuinteressierte auf. 2017 ist Sogyal Rinpoche in den Ruhestand getreten und hat die spirituelle Leitung von Rigpa abgegeben.

Mehr zur Geschichte von Rigpa in Deutschland

Mehr zur Geschichte von Rigpa international

Bewahrung der Rime-Tradition

Rigpa präsentiert die buddhistischen Lehren auf eine Weise, die für Menschen in der heutigen Zeit relevant ist. Gleichzeitig setzt sich Rigpa aktiv für die Bewahrung der Rime-Kultur bzw. der nicht-sektiererischen Förderung der verschiedenen tibetisch-buddhistischen Traditionen ein, welche die Vorzüge und Integrität jeder Tradition würdigt.

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Jamyang Khyentse Chökyi Lodrö

Jamyang Khyentse Chökyi Lodrö

Im Geiste der Rime-Bewegung hat Rigpa seit 1970 Lehrer aus allen Schulen des tibetischen Buddhismus in die Rigpa-Zentren weltweit eingeladen – unter ihnen Seine Heiligkeit den Dalai Lama, den 16. Gyalwang Karmapa, Oberhaupt der Kagyü-Schule, Seine Heiligkeit Sakya Trizin, Oberhaupt der Sakya-Schule, Kyabje Trulshik Rinpoche, Oberhaupt der Nyingma-Schule, sowie den vorangegangenen Ling Rinpoche, Oberhaupt der Gelugpa-Schule.

Darüber hinaus hat Rigpa weitere buddhistische Meister*innen zum Beispiel aus den Theravada- und Zen-Traditionen willkommen geheißen sowie Lehrer*innen aus verschiedenen spirituellen Traditionen wie Thich Nhat Hanh, den Ehrwürdigen Ananda Maitreya, Seung Sahn und den Benediktinermönch Pater Laurence Freeman, Direktor der weltweiten Gemeinschaft für christliche Meditation, und auch zahlreiche zeitgenössische buddhistische Lehrer*innen (sowohl tibetische als auch westliche).

Der Buddhismus und die westliche Wissenschaft
In jüngster Zeit hat dieser offene Forschergeist der Rime-Tradition auch zu einem aktiven und für alle Seiten fruchtbaren Dialog mit Experten aus anderen Disziplinen geführt, sowohl spirituellen als auch wissenschaftlichen, und hat auf diese Weise zur Weiterentwicklung des tibetischen Buddhismus beigetragen. Eine wichtige Rolle spielte in dieser Hinsicht Rigpas Konferenz-Programm.

Sogyal Rinpoche

Sogyal Rinpoche ist ein weltweit bekannter buddhistischer Lehrer aus Tibet. Er ist der Gründer von Rigpa und Autor des Tibetischen Buches vom Leben und vom Sterben.

Sogyal Rinpoche wurde in Kham im Osten Tibets geboren und bereits in jungen Jahren als Inkarnation des großen Meisters und visionären Heiligen des 19. Jahrhunderts Tertön Sogyal Lerab Lingpa (1856-1926) erkannt, einem Lehrer des 13. Dalai Lama.

Unter der Anleitung von Jamyang Khyentse Chökyi Lodrö, einem herausragenden spirituellen Meister des 20. Jahrhunderts, der ihn wie seinen eigenen Sohn aufzog, durchlief Sogyal Rinpoche die traditionelle Ausbildung eines tibetischen Lama.

Später setzte er sein Studium bei zahlreichen anderen großen Meistern aller Schulen des tibetischen Buddhismus fort, speziell bei Kyabje Dudjom Rinpoche und Kyabje Dilgo Khyentse Rinpoche. Rinpoche ging 1971 nach England, wo er eine westliche Ausbildung erhielt und an der Cambridge-Universität vergleichende Religionswissenschaften studierte.

Dudjom Rinpoche & Sogyal Rinpoche
Dudjom Rinpoche & Sogyal Rinpoche
Sogyal Rinpoche & Jamyang Khyentse Chökyi Lodrö
Sogyal Rinpoche & Jamyang Khyentse Chökyi Lodrö
Dilgo Khyentse Rinpoche & Sogyal Rinpoche
Dilgo Khyentse Rinpoche & Sogyal Rinpoche

Mehr über Sogyal Rinpoches Hauptlehrer lesen

Anfangs als Übersetzer und Assistent seiner Meister und dann selbst lehrend, bereiste er viele Länder. Anhand seiner Beobachtungen der tatsächlichen Lebensverhältnisse bemüht er sich um eine für moderne Menschen relevante Übersetzung und Umsetzung der Lehren, wobei er deren universelle Botschaft hervorhebt, ohne dass sie dadurch an Authentizität, Klarheit und Kraft verlieren.

Daraus entwickelte sich Sogyal Rinpoches einzigartiger Lehrstil. Seine Fähigkeit, die Lehren mit dem modernen Leben in Einklang zu bringen, kommt in seinem bahnbrechenden Tibetischen Buch vom Leben und vom Sterben sehr lebendig zum Ausdruck, das bislang in einer Auflage von über 3 Millionen in 34 Sprachen und 80 Ländern erschienen ist.

Rinpoche ist auch der Gründer von Rigpa, einem internationalen Netzwerk aus über 130 buddhistischen Zentren und Gruppen in 30 Ländern auf der ganzen Welt. Er lehrte über 40 Jahre und besuchte regelmäßig Europa, Amerika, Australien und Asien. 2017 ist er in den Ruhestand getreten und hat die spirituelle Leitung von Rigpa abgegeben. Es liegen schwerwiegende Vorwürfe gegen Sogyal Rinpoche vor, die zurzeit durch eine unabhängige Kommission untersucht werden. Zurzeit befindet Sogyal Rinpoche sich in einem persönlichen Retreat.